Caol Ila, 10yo, Vintage 2005, First Fill Bourbon Cask, 54,4%, 84 Bottles, Anam na h-Alba

Caol Ila, 10yo, Vintage 2005, First Fill Bourbon Cask, 54,4%, 84 Bottles, Anam na h-Alba

Farbe:

Blasses Gold

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Nase:
Dieser Malt teilt dir ungefragt seine Herkunft mit. Salzig frisch kommt er mit Torfrauch und einer Prise Medizinschrank daher. Dazu eine fruchtig, süssliche Note und etwas frisch geschlagenes Holz.
Später wird der Rauch etwas süsslicher und es kommt altes, nasses Leder dazu. Mullbinden frisch aus der Packung. Dein nasser Hund trocknet langsam vor dem Kamin.
Und im Hintergrund rauscht die Brandung, Gischt hängt in der Luft und du nimmst diese maritime Frische in dich auf. Denn das ist es, trotz Torfrauch und Leder bleibt dieser Malt frisch wie ein Morgen am Strand.

Mund:

Eine Süsse breitet sich auf deiner Zunge aus, first fill Bourbon, die fast schon cremig wirkt. Vanille und süsse Südfrüchte lassen grüssen. Beerenfrüchte und Trockenobst.
Dieser wunderbare Moment geht wie eine Welle durch deinen Mund und vergeht sofort in einen medizinisch, torfigen Geschmack. Jod und Asche, was für ein abrupter Wechsel.
Wieder kommt etwas von der Süsse durch und mischt sich mit etwas Salz und Jod. Immer noch brennt ein Torffeuer im Regen.

Danach:
Zurück bleibt für lange Zeit kalte Asche, Salz und das Gefühl in der Brandung zu stehen.

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Fazit:
Ein sehr schöner Islay Dram. Überraschend ist die anfängliche Süsse auf der Zunge die dann sehr spannend die rauhe Seite der Insel hervorbringt.
Für mich ist Caol Ila einer der verkanntesten Destillen auf Islay, grade die Single Cask Abfüllungen zeigen das diese Brennerei sehr guten Whisky hervorbringt.

Whisky Fair Rhein Ruhr 2015

Die faszinierende Whisky-Welt zu Gast in Düsseldorf
Nach dem erfolgreichen Start im letzten Jahr veranstaltet das Rolf Kaspar Team nun an 2 Tagen eine Messe rund um Whisky aus der ganzen Welt von Schottland über Deutschland bis Taiwan, Tastings und Beratung.
Ich werde an beiden Tagen mit Anam na h-Alba am Start sein.

Weitere Infos sowie Tickets gibt es auf Whisky Fair Rhein Ruhr

11.04.15 12:00-20:00Uhr
12.04.15 12:00-19:00Uhr
Classic Remise Düsseldorf

Fettercairn, 19yo, Vintage 1995, Bourbon Cask, 58,3%, 250 Bottles, Anam na h-Alba

Fettercairn, 19yo, Vintage 1995, Bourbon Cask, 58,3%, 250 Bottles, Anam na h-Alba

 

Farbe:

Verwaschenes Gold

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Nase:

Der Geruch von reifen süssen Früchten hängt an einem warmen Sommerabend in der Luft. Eine Blumenwiese verströmt einen betörenden Duft.
Ein Hauch frischer Minze macht sich breit und sorgt für etwas Kühle.
Man mag der Prozentangabe auf dem Label gar nicht trauen, 58,3% muss man doch in der Nase spüren…….mitnichten, völlig relaxed und weich steht der Dram vor einem.

Mund:

Ein flüssiger Strauss Blumen ergiesst sich über deine Zunge. Ein Fruchtkorb der Extraklasse präsentiert Obst aus aller Herren Länder. Vanille rundet alles ab, dazu karamelisierter Zucker.
Dieser Malt ist eine Steigerung von Süss, zum Glück macht sich jetzt die Fassstärke bemerkbar und pfeffert kräftig dazwischen. Jetzt kann die Zunge etwas durchatmen und plötzlich spürt man eine Malzigkeit und feine Holztöne sickern durch. Welch ein Glück, ich stand kurz vor einem Zuckerschock.
Dieser Übergang von absolut süss zu einer leichten Bitterkeit mit leichtem Eichenanklang steht dem Tropfen ausserordentlich gut.

Danach:

Der Abgang ist eher nur mittellang und lässt leichte Vanille und etwas Holz auf der Zunge zurück.

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Fazit:

Mein erster Fettercairn, und ich muss gestehen das ich Anfangs leichte Probleme mit diesem Tropfen hatte. Meine persönlichen Vorlieben sind eher auf Islay angesiedelt und das muss man einfach mal abschalten bei einer Abfüllung dieser Art.
Hat man das getan findet man einen Sommerwhisky, der sehr süss und floral daher kommt. Der Wechsel später im Mund zu einer sehr schönen, leicht bitteren, Holznote macht ihn sehr interessant.

Caol Ila, 11yo, 05.2003/11.2014, Refill Sherry Cask, 54,2%, 78 Bottles, Anam na h-Alba

Caol Ila, 11yo, 05.2003/11.2014, Refill Sherry Cask, 54,2%, 78 Bottles, Anam na h-Alba

Farbe:

Kräftiges Gold

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Nase:

Für einen Moment frische grüne Äpfel und eine fleischige Fruchtigkeit garniert mit einer Zitrone. Dahinter etwas leicht medizinisches und dann drängen sich geteerte, nasse Seile auf, die schon seit Ewigkeiten im Brackwasser liegen.
Anflüge von Torfrauch verwirbeln mit einem Hauch von Sherry. Trockenobst und Rosinen gesellen sich zu einem, sich sehr spät meldendem, salzigen und maritimem Eindruck.
Die Seile liegen immer noch im Wasser……..

Mund:

Der erste Schluck überrollt dich angriffslustig und prickelnd. Wie eine starke Brandung schlägt alles auf dich ein. Da ist das Sherry Fass, süss und pfeffrig zugleich. Torf und Salz, dazu ein leichter tropischer Fruchtcoctail. Dann noch Taback und ganz leicht wieder der grüne Apfel.
Dies passiert fast alles gleichzeitig und nachdem dich diese Flut an Sinnenseinrücken überrollt hat beginnst du alles zu sortieren und in dich aufzunehmen.
Da ist diese tolle Sherrysüsse, die sich in der Nase noch zurückhielt, leicht ölig und langsam in eine pfeffrige Würze übergehend. Ein Tag am Meer……Salzige Luft, Tang und auf einem Kutter wird geräuchert. Warme Tabaknoten und Früchte baden in heissem Torffeuer.
Und noch immer liegen die Seile im Wasser……..

Danach:

Du spürst noch lange den Weg den dieser Dram ging, lang und wärmend bleibt ein Stück Islay in dir zurück.
Die Seile…………

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Fazit:

Bis jetzt meine Überraschung dieses Jahres. Nase und Mund stehen in einem herrlichen Kontrast. Hier verbinden sich die herben Seiten von Islay gekonnt mit der süssen Erscheinung eines Refill Sherry Fasses.