Glen Moray, 17yo, distilled 1998, Bourbon Cask, 57,6%, Anam na h-Alba

 

Glühend versinkt die Sonne zwischen den Überresten der Elgin Cathedral, einst Leuchtfeuer der Christenheit Schottlands………..

Noch immer vermeint man zwischen den verfallenden Mauern das Leben und Sterben in den alten Tagen zu vernehmen. Es scheint die Zeit stillzustehen, während sich Stille herabsenkt und die Schwärze der Nacht aus den Ecken und Winkeln kriecht.

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Farbe:

Helles Gold

Nase:

Ein Sommergarten, Stauden und Blumen stehen in voller Blüte, der Rasen wurde grade gemäht. Frische Äpfel und Trauben, fruchtige Süße mit etwas Vanille garniert. Später würziger werdend, etwas Eiche drängt sich nach vorn.

Dann kommt ein alter, feuchter Weinkeller. In einer Ecke hat jemand angekokeltes Holz liegen lassen……..ganz fein macht sich etwas Rauch bemerkbar.

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Mund:

Wow…….mit Vanille Creme polierte Eichenmöbel!

Ich kann es nicht anders beschreiben, cremig süß legt sich der Malt auf die Zunge gepaart mit einer unheimlich tollen würzigen Note. Die 57,6% unterstützen diesen Eindruck zusätzlich ohne alkoholisch zu wirken.

Während das Gehirn das alles noch verarbeitet spülen immer mehr Aromen an den Gaumen. Etwas Minze auf Apfel, zart gesalzene Blütenblätter……….Malz und karamellisierte Zuckerwatte.

Am Ende nasses Leder und feuchte Tabakblätter und immer etwas süße Frucht im Hintergrund.

Danach:

Würzig süß bleibt dieser Dram noch lange auf der Zunge liegen.

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Fazit:

Ein würziger Blumenstrauß aus Elgin.

Dieser Malt ist ein tolles Eichenbrett, ohne es zu übertreiben. Die Süße und die Fruchtigkeit fangen das geschickt ab.

Dieses Fass zeigt, daß Glen Moray wunderbare Single Malts kreieren kann.