Tobermory, 20yo, 18/07/1995 – 17/08/2015, 54,8%, Bourbon Hogshead, Only 132 Bottles, Whic Whiskycircle

Tobermory, 20yo, 18/07/1995 – 17/08/2015, 54,8%, Bourbon Hogshead, Only 132 Bottles, Whic Whiskycircle

Farbe: Leuchtendes Gold

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Nase:

Trockene, salzige Seeluft an Mull’s Küsten. Frischer Brotteig und Ernte im Alten Land. Getreidespeicher, staubig und alt.

Langsam öffnet sich der Malt, zögerlich gibt er seine Geheimnisse preis. Roter Pfeffer und Ingwer kitzeln deine Nase, nasses Laub im herbstlichen Wald lässt dich leicht frösteln.

Auch ist er jetzt bereit dir seine fruchtige, ja traubige, Seite zu zeigen. Dazu kommt ein Prise frischer Vanille und fast nicht spürbar etwas Zimt.

Morgennebel und Pilzsuche im Wald, würziges und feuchtes Holz kämpft sich immer weiter nach vorne.

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Mund:

Welch ein wuchtiger Antritt. Nicht im Sinne von alkoholisch oder scharf, sondern schwer, ölig und schon der erste Eindruck erzählt von der langen Zeit im Fass.

Die Eiche erschlägt einen nicht, aber dieser Malt präsentiert seine ganzen Aromen auf einem richtig dicken Brett. Die Würze und Holzigkeit ist ständig da, ohne zu stören…….eher als bindendes Glied.

Die Süße von Vanille trifft auf dunkle Früchte aus schattigen Wäldern. Frische kalte Meeresbrise trifft auf eine blumenübersäte Lichtung im verregneten Eichenwald.

Wilder Honig und Blütenstaub in der Luft. Getrocknete Zitrusfrüchte auf dem Kachelofen.

Danach:

Noch lange bleibt der Dram auf der Zunge, zögerlich nimmst du Abschied von der Lichtung im Wald, die Blütenkelche schliessen sich und zurück bleibt schwere Würze alter Eiche.

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Fazit:

Ein Schluck Schottland, wie man es von früher kennt…….ein Whisky, so wie er sein soll. Ein Dram für die guten Momente.

Er erzählt dir eine alte, lange Geschichte und es lohnt sich zuzuhören.