Aultmore, 25yo, 15.05.1990 / 21.07.2015, 57,8%, First Fill Sherry Hogshead, Only 72 Bottles, Anam na h-Alba

Aultmore, 25yo, 15.05.1990 / 21.07.2015, 57,8%, First Fill Sherry Hogshead, Only 72 Bottles, Anam na h-Alba

Farbe:

Dunkles Mahagoni

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Nase:

Schwere Sherrysüsse wabert durch die Luft, der Malt ist sofort nach dem Einschenken präsent. Kräftig, aber nicht alkoholisch macht er auf sich aufmerksam.

Intensive Noten von Orangen und Mandeln begleiten den ersten Eindruck. Dazu gesellt sich ein herber Unterton von würzigem Holz, das leicht angekohlt ist. Ich denke an dunklen Rotwein und karamelisierte Zuckerwatte.

Nach einiger Zeit gesellen sich in Rum eingelegte Pflaumen hinzu, begleitet von sprödem, trockenen Leder. Ein staubiger Dachboden, auf dem an einem Balken aufgehängte Tabakblätter vor sich hintrocknen.

Auch mag sich noch etwas Ingwer und Zimt mit einreihen, am Ende dann Schokolade mit Kirschen gespickt.

Und immer wieder dunkler, schwerer Sherry.

Mund:

Würzig kräftig tritt er an, der Dram. Prickelnd mit leichter Schärfe scheint er die 25 Jahre Lügen zu strafen. Doch sofort danach spült eine Welle süssen Kirsch- und Traubensaftes über die Zunge. Sherry breitet sich aus und eine wunderbare Komplexität zeigt sich auf, wie sie nur ein lange gereifter Whisky sein Eigen nennt.

Kurz meldet sich eine Blumenwiese und wird von malzigen Tönen abgelöst. Früchtebrot frisch aus dem Toaster mit getrockneten Rosinen belegt. Nüsse mit leichten Röstaromen und getrocknete Kirschkerne. Süsse Vanille und herbe Orange buhlen um deine Gunst, auch dunkle Schokolade mischt noch mit.

Wieder Tabakblätter und etwas Politur.

So langsam und fast unbemerkt macht sich eine leichte Rauchigkeit bemerkbar, die wirklich einige Zeit brauchte um sich gegen die Fülle an Aromen zu behaupten.

Alles getragen vom Sherrry und einer dezenten Holznote. Anfangs ölig, fast likörartig. Später dann herber werdend mit der schon angesprochenen feinen Rauchigkeit.

Danach:

Lansam klingt der Sherry ab, zurück bleibt ein trockenenes Süßegefühl mit etwas Holz und Rauch.

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Fazit:

Eine schöne Sherrybombe mit einer unheimlichen Zahl an Aromen die am Ende in einer zarten Rauchnote enden.

Ein schönes Beispiel dafür, das eine lange Zeit im Faß nicht so einfach zu ersetzen ist. Wunderbar vielschichtig und spannend, leider auch etwas zu süffig……..man möchte zu schnell einen zweiten Dram.