Glen Scotia, 15yo, 1999/Dez.2014, Sherry Cask, 58,7%, 588 Bottles, Cadenhead’s

Glen Scotia, 15yo, 1999/Dez.2014, Sherry Cask, 58,7%, 588 Bottles, Cadenhead’s

Farbe:
Dunkler Bernstein,Honig Met

GlenScotiacaden1

 

Nase:

Schwere Würze hängt über dem Glas. Muskat, Pfeffer und Thymian vermengen sich mit einem schokoladigem Aroma. Es ist Nussschokolade, oder schon fast warmes Nutella welches über ein heisses Toast läuft. Sehr deutlich hat man auch Gewürznelken auf der Zunge.
Fruchtige Süsse ist um dich herum, wahrt aber Abstand……präsent aber nicht aufdringlich. Man spürt, es ist Erdbeerzeit.
Langsam beginnt sich ein holziger Ton einzuschleichen, der, gepaart mit einem frischen Tabak, immer mehr in den Vordergrund drängt.
Das ist nicht unangenehm, die anderen Aromen geben sich nicht so leicht geschlagen, nur die Gewürze und die Schokolade treten ganz nach hinten.
Die Nase bekommt einiges zu tun.

Mund:

Süss und trocken startet dieser Dram. Und gleichzeitig melden sich auch die 58,7% auf der Zunge, aber nicht scharf sondern prickelnd und warm. Fast Likörartig breitet er sich im Mund aus, bevor das Prickeln einsetzt.
Honigsüsse Nüsse begleitet von Gewürznelken und Muskat. Von fruchtiger Süsse, die noch dezent in der Nase anklang, ist nicht mehr viel zu spüren, hier geht es eindeutig Richtung Wintermarkt. Der Honig paart sich mit Anklängen von salziger Meerluft und wieder drängt sich das Bündel weihnachtlicher Gewürze in den Vordergrund.
Dazu kommt der kräftige Holzeindruck, der allerdings nicht negativ auffällt sondern die Würzigkeit dieses Malts unterstützt und ihn auf einen starken Eichenbalken stellt.
Mit Wasser wird er staubtrocken, schärfer und salzig.

Danach:

Der Dram bleibt noch lange auf der Zunge.
Nelke und Eiche, Tabak und Salz.
………..und eine Erinnerung an Süsse.

GlenScotisCaden2

Fazit:

Kein oberflächlicher Malt.
Mit etwas Zeit entwickelt er ungeheuer Tiefgang, und fördert tolle Aromen hervor.

Mir gefällt die Schwere trockene Süsse im Zusammenspiel mit der starken Holznote.
Für den Einen oder Anderen mag sich vielleicht etwas zuviel Gewürznelke eingeschlichen haben, für mich hat es dem Tropfen einen unverkennbaren Stempel aufgedrückt.

Meine Empfehlung für Tage, an denen man Wärme braucht.