Aberlour, 22yo, 27.01.1993/28.05.2015, Bourbon Cask, 51,3%, 125 Bottles, Anam na h-Alba

Aberlour, 22yo, 27.01.1993/28.05.2015, Bourbon Cask, 51,3%, 125 Bottles, Anam na h-Alba

Farbe:

Helles Gold

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Nase:

Kaum hat man die Nase über dem Glas,steht man sofort in einer Obstplantage.

Pfirsiche, Mangos, Maracuja und viele mehr drängen sich zu dir auf. Eine absolute Fruchtexplosion. Dazu kommen später auch Bananen, Papayas und etwas frische Ziitrone.

Dieser Fruchtkorb ist ein Füllhorn, immer neues Obst erscheint. Die Früchte liegen überreif und saftig direkt vor deiner Nase. Das alles liegt in einem Korb, geflochten aus Honig und Ahornsirup.

Ist man geduldig und wartet etwas ab, kommen zaghaft einige Gewürze hervor, diese stammen aber aus dem Orient. Nichts aufdringliches Scharfes, eher Mild und weich…..

Etwas Ingwer, eine Prise Fenchel und Anis. Ein Hauch Chili und vielleicht etwas Koriander.

Der Alkohol meldet sich auch an, aber unterstützend, nicht stechend. Alles greift harmonisch ineinander.

Mund:

Hier trumpft der Malt auf, war die Nase eine Fruchtorgie, ist das was jetzt kommt schwer zu beschreiben.

Eine herrliche Vannillesüsse füllt schlagartig den Mund. Schon fast cremig kommt der Whisky daher, Untertöne von Honig bekräftigen das.

Die Fruchtigkeit macht diesem Eindruck schon fast demütig Platz und hält sich dezent im Hintergrund. Man spürt am Rande immer noch die Tropenfrüchte und, ganz neu dazugekommen, etwas Birne.

Es ist fast so, als äße man Fruchtkompott mit Vanillesosse. Wobei der Anteil der Sosse deutlich grösser ist.

Cremige Süsse von Vanille und Honig immer wieder, dazu immer da die Obstplantage……..schliesst man die Augen steht man auf ihr an einem lauen Sommerabend und holt tief Luft.

Die in der Nase noch vorhandenen Gewürze sind auf der Zunge nur noch schwach vorhanden und gehen in eine minimale Holznote über, die dem Malt noch etwas mehr Charakter verleiht.

Danach:

Noch lange liegt  eine schöne Süsse von Vanille und Honig auf der Zunge. Später wird es leicht kräuterig und auch bleibt etwas Eiche am Gaumen.

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Fazit:

This is Malt as it has to be………

Man fühlt sich in alte Zeiten zurückversetzt. In diesem Dram kann man alles um sich herum vergessen.

Genau so, wie man diesem Whisky Zeit im Glas geben sollte, so sollte man sich auch selbst Zeit nehmen, diesen wundervollen Tropfen zu geniessen.